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Volleyballbücher

Volleyball Bücher und meine Kritiken (für Trainer und Spieler)

Hallenvolleyball Grundtechniken
Weiterführendes (Leistungsvolleyball, Taktikbücher, fortgeschrittene Techniken wie Rückraumangriff)
Beachvolleyball
Englische Volleyballbücher
Spielregeln
Sonstige Bücher (Veralten des Trainers, Coaching, usw.)
Allgemeine Sportbücher (Fitness, Kondition, Ausdauer, andere Sportarten)
Volleyball-Videos

Allgemeines zu allen Büchern:
In den Grundlagenbücher sind meist auch Texte über Taktiken und Coaching enthalten. Aber es gibt halt auch Bücher, die sich fast ausschließlich damit beschäftigen - für fortgeschrittene Trainer oder Leistungstrainer. Wobei Leistung immer nur bedeutet, dass man im Punktspielbetrieb ist bzw. trainiert um besser zu werden. Wenn man also im Training nicht nur einfach rumdaddelt.

In fast allen Büchern gibt es Technikbeschreibungen. In vielen Büchern gibt es Übungen, die einfach umgesetzt werden können. Jedoch sollte man die Übungen nicht einfach kritiklos übernehmen. Nur weil ein "erfahrener" Trainer eine Übung aufzeigt, bedeutet es nicht, dass die Übung auch perfekt ist. Vielleicht funktioniert sie perfekt bei seinen Übungsgruppen. Häufig muss man Übungen auf die Bedürfnisse der eigenen Gruppe abändern. Dadurch können völlig neue Übungen entstehen.
Übungen haben keinen Selbstzweck! Man macht keine Übungen um beschäftigt zu sein oder um das Training abwechslungsreicher zu gestalten, sondern um in bestimmten Techniken besser zu werden!!! Man sollt nicht wahllos irgendwelche schön aussehnden Übungen aus einem Buch machen lassen, sondern sich vorher überlgen: Worin ist meine Übungsgruppe schlecht? Darauf dann eine Übung finden oder selbst entwickeln. Oder eben eine vorgegebene Übung als Grundgerüst nehmen und sie dann auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden. Entweder weil die Gruppe zu schlecht ist, um eine Übung umzusetzen, weil sie unterfordert ist oder weil man zu wenige oder zu viele Spieler hat.
Wenn die angegebene Übung zu schwer für die eigene Gruppe ist, dann z.B. bei einer Annahmeübung, wo Aufschläger Aufschläge machen sollen, aber ständig ins Aus schlagen - die Aufschläger weiter ins Feld gehen lassen. Es ist keine Aufschlagsübung sondern eine Annahmeübung! Oder wenn die Bälle dann immer noch nicht gut genug aufgeschlagen werden, weil die Annahmespieler die Bälle immer noch nicht bekommen, dann nicht davor scheuen, die Aufschläger die Bälle nicht schlagen, sondern einwerfen zu lassen!

Auch Techniken haben keinen Selbstzweck. Die Spieler sollten nicht Techniken anwenden, weil alle "guten" Spieler eine Technik auch so anwenden. Wenn ein Spieler mit einer "verkorksten" Technik trotzdem den Ball immer regelgerecht auf ein Ziel spielen kann, warum soll er dann nicht diese merkwürdige, nicht "schön" aussehende Technik anwenden?
Das Dumme bei allen Büchern ist, dass es kaum eines gibt, das bei irgendwelchen Techniken sagt, warum man ganz genau bestimmte Dinge dabei machen muss. Warum soll man über der Stirn pritschen, warum soll man beim Angriff das Handgelenk abklappen, warum soll man beim Baggern die Kraft nicht aus den Armen sondern aus den Beinen holen, ...warum, warum, warum...?
Erst wenn man sich derlei Fragen beantworten kann, dann kann man von den Spielern verlangen, dass sie eine bestimmte Technik anwenden müssen.
Doch, ein anderer Aspekt is noch da: die Gesundheit. Viele Techniken, die die Spieler sich selbst beigebracht haben sind verletzungsfördernd. Zum Beispiel das Schlagen aus dem Trizeps (auf der anderen Seite des Bizeps) heraus. Häufig haben diese Spieler Probleme mit den Schultern. Oder sie trinken zu wenig, wenn sie Schulterprobleme haben.

 

Grundtechniken (Halle):

 

Volleyball Grundlagen

(Absolutes Grundlagenbuch für Trainer. Muss man in meinen Augen kennen, wenn man ernsthaft Training geben will. Viel Theorie und Übungen. Jedoch sind die Übungen nicht "mal eben" herauszulesen. Also nicht so sehr geeignet, wenn man einfach nur ein paar Übungen haben will. Es gibt viele Tipps zum Erkennen und Verbessern von Fehlern. Alleine für das fehlende Abknicken des Handgelenks der Schlaghand beim Angriff gibt es 5 Übungen !!!

 

Volleyball-Handbuch

Auch ein sehr gutes Grundlagenbuch. Bietet allerdings so gut wie keinerlei Übungen! Dieses alte Buch, dass man nur noch gebraucht auch über eBay (3 bis 5 Euro + Porto) erhalten kann ist sein Geld dennoch wert. Es ist eine Art "best of" der Deutschen Volleyball Zeitung.

Es geht um das Verhalten des Trainers, Spielsysteme, sehr ausführlich geht es um Technik. Die Technik wird durch gute Bilderserien, allerdings schwarz/weiße unterstützt. Aber in keinem Buch sonst wird so ausführlich durch eine dennoch übersichtliche Tabelle gezeigt, wann wo welches Körperteil z.B. beim Aufschlag zu sein hat (Arme, Beine, Füße, Hände und sogar Kopf !)

Das Buch kann also als sehr gute Ergänzung zu den beiden Büchern von Papageorgiou gesehen werden. Zudem ist es ja günstig zu erhalten. Also statt einmal in die Disko zu gehen (5 Euro Eintritt) lieber dieses Buch bestellen.

 

Der Volleyballtrainer.

Die Fotos im Buch sind alle schwarz/weiß. Das Buch baut auf den normalen Volleyballtrainerschein auf. Es gibt Wörter wie Ergänzungs- und Anwendungstraining.
Es werden alle Grundtechniken beschrieben. Hier ist auch das allerbeste Bild beim Angriff zu sehen. Der Armschwung beider Arme, um hochzuspringen. Die Arme des Angreifers gehen 90 Grad nach hinten. Die Technikbeschreibungen sind prägnant kurz und gut.
Übungen gibt es nicht direkt. Nur Problembeschreibungen und Tipps, wie man Übungen gestalten kann. Dadurch ist das Buch eher fortgeschritten Trainern zu empfehlen. Wobei im Buch "Volleyball Grundlagen" von Papageorgiou gibt es derlei Hinweise auch genug.

Das Cover bei Amazon ist hoffnungslos veraltet. Versenden tun sie aber immer die neueste Auflage.

Das Buch ist nur als Sekundärliteratur anzusehen! Dazu ist das Buch erschreckend dünn.

 

Richtig Volleyball

Prima erstes Volleyballbuch.
Behandelt Hallen- wie auch Beachvolleyball.
Technikbeschreibungen und einige (aber nicht sehr viele) Übungen sind hier zu finden.

Wer noch kein Buch über Volleyball hat, kann bei diesem absolut bedenkenlos zugreifen. Dies gilt für Spieler und erst recht für Trainer.
Endlich ein Volleyball Buch mit farbigen Fotos (habe einige Volleyballbücher und dieses ist das einzige mit solchen)!
Mit 126 Seiten nicht gerade das ausführlichste Buch, spricht aber alles an, kann dabei natürlich nicht in die Tiefe gehen.
Doof (wieder einmal) ist, dass es keine Bilderserien zu Grundtechniken wie z.B. Pritschen gibt. Dazu hält der Pritschende auf dem Bild zur Technikerklärung den Ball über Mundhöhe und nicht über Stirnhöhe, wie es eigentlich sein soll.... ts, ts, ts... . Pritschen über der Stirn ist deshalb so wichtig, damit im höheren Bereich ein verdecktes Zuspiel durch den Steller möglich ist, der gegnerische Block also erst im allerletzten Moment erkennen kann, wohin der Zuspieler stellt. Allerdings steht im Text, dass der Ball über Stirnhöhe gespielt werden soll (aber auch nicht warum - schade).
Doch, eine Bilderserie gibt es beim Aufschlag. Warum nur ausschließlich hier?

Hm, mir fällt gerade auf, dass in keinem meiner Bücher die Wörter "zwingende Situationen" verwendet werden. Sehr schade, weil gerade das die besten Übungen sind für Anfänger und Volleyballer, die falsch automatisiert haben.

Im Buch werden viele Übungsformen zu jeder Technik angesprochen und zu manchen gibt es sogar Fotos (Angreifer steht auf einem Kasten, um möglichst viele Fehlerfaktoren herauszunehmen (Sprung)).

Dazu gibt es zu jeder Technik eine kurze Beschreibung von Fehlern, die häufig passieren (Unteres Zuspiel: Schrittstellung ist zu eng oder Ausfallschritt zu groß).

Die Annahmeriegel bzw. Grundaufstellungen sind auch durch Fotos dokumentiert (sonst in keinem anderen Buch), so dass man dieses Buch auch mal prima mit in die Halle nehmen und herumzeigen kann. Aufstellungen, die durch Symbole kenntlich gemacht sind, verstehen die meisten zwar, können sie aber schon nicht mehr umetzen, sobald sie selbst auf'm Feld stehen.

Es werden sogar beim Beach die Handzeichen durch Fotos dokumentiert und erläutert.

Wie in den meisten Büchern wird auch ein Beobachtungsbogen für Punktspiele erläutert, so dass man die Fehler einzelner Spieler nach dem Spiel statistisch festgehalten hat. Konnte ich selbst aber nie umsetzen, bin einfach zu langsam beim Eintragen... .

Kurzum, unbedingt zugreifen, selbst wenn man Übungen zum Grundtechniken erlernen schon kennt. Alleine die Fotos können nützlich sein. Jedoch ist dieses Buch nur für den Anfang gut, wer wirklich als Trainer arbeiten will, sollte sich noch ausfürhlichere Literatur (Papageorgiou "Handbuch Volleyball", "Handbuch Leistunsvolleyball") zulegen. Allerdings sind dessen Bücher sehr trocken und öde. "Richtig Volleyball" dagegen macht durch sein sehr gutes Layout Lust auf Volleyball.

 

Schriftenreihe zur Praxis der Leibeserziehung und des Sports, Bd.14,
Volleyball spielend lernen, spielend üben

Anfängerbuch für Lehrer in der Schule
und Verein:

Das Buch ist schön einfach zu lesen und zu verstehen. Vor allem werden die Grundtechniken erklärt und gleich Trainingsformen dazu dargeboten. Die Trainierenden sollten dabei zu den Jüngeren bzw. zur Jugend gehören.
Das Buch fängt mit Ball über die Schnur an und schließt mit einfachen Läufersystemen.
Kurzum, das Buch ist vor allem für Trainer bzw. Lehrer im Anfängerniveau ohne viel Volley-Trainer-Vorkenntnisse. Für diese ist es perfekt.
Fortgeschrittenere Trainer sollten besser gleich zu Papas: "Handbuch für Volleyball. Grundlagen." greifen. Kostet nicht viel mehr.
Was ich an diesem Buch bemängele ist, dass es von der Aufmachung her nicht mehr der heutigen Zeit entspricht (kostet den letzten Stern) -> Alte schwarz-weiß Bilder. Dafür gibt es davon aber recht viele, was ich für die Technikschule als sehr wichtig empfinde.

Man merkt dem Autor Dürrwächter seine Praxiserfahrung deutlich an. Er gibt viele Hinweise, was bei einer Übung schief laufen kann und wie man diese Missstände abstellt:
"Staffelwettbewerbe eignen sich ausgezeichnet dazu, Erlerntes anzuwenden, das Können zu überprüfen und zu beweisen. Wenig spielbegeisterte Schüler treibt der Gruppenehrgeiz bei solchen Staffeln oftmals zu deutlichen Leistungssteigerungen." ... "Welche Gruppe schafft einen fehlerfreien Durchgang? -> ist eine
weit günstigere Aufgabe als die Aufforderung zu größtmöglicher Schnelligkeit. Eine Gruppe, die rasch fertig werden will, wird nämlich flach und hart zuspielen, auch wenn eine hohe Leine dies verhindern soll. Sie wird alle Anweisungen, hoch und elastisch abzuspielen und richtig in Stellung zu laufen, im Nu vergessen haben."

Nach jeder Technikeinführung ist eine übersichtliche Liste der häufigsten Fehler aufgelistet und auf folgenden Seiten nochmal näher erklärt mit Verbesserungsvorschlägen.

Das Buch befindet sich in seiner 11. Auflage, was wohl für seine Qualität spricht. Was ich sonst in solch älteren Büchern entdecke, Übungen, die heutzutage als z.B. rückenzerstörend anzusehen sind, fehlen hier. Von daher wieder ein Pluspunkt.

 

 

Supertrainer Volleyball
(Rohwohlt-Verlag)

Volleyballbücher | Volleyballbücher

Das Buch ist schon ganz gut, aber bei weitem nicht perfekt. Mittlerweile würde ich andere Volleyballbücher, die ich rezensiert habe, auch abwerten.

 

Das untere Bild auf S.40. Es soll einen Tennisaufschlag demonstrieren und der Junge trifft den Ball von so weit oben, dass der Ball etwa 2 Meter vor ihm auf den Boden fallen wird. Ist also mehr Angriff, als Aufschlag.

Schlimmer jedoch ist der Hinweis auf S. 39 dazu: „Treffpunkt vor der rechten Schulter“ Das Bild danach zeigt ja genau das. Man sollte den Ball jedoch entweder über oder hinter der Schlagschulter treffen, weil der Ball sonst garantiert ins Netz geht. Außer man kompensiert über das Handgelenk, wodurch man dann aber keine Vorwärtsrotation des Balles erhält.

 

S.139 Rückenübung, da fehlt mir der Hinweis, dass das Gesicht nach unten zu zeigen hat, weil man sonst seine Wirbelsäule überstreckt. Denn das ist der häufigste Fehler bei der Übung.

 

S.138 Bauchübung. Es fehlt der Hinweis, dass der Kopf nicht nach vorne genommen werden soll – das wäre eine Schonhaltung. Auf dem Bild ist ganz leicht eine solche zu erkennen.

 

S. 66 Bild für Annahme. Der Spieler steht zwar auf beiden Füßen und ist dadurch stabil, hat aber seinen hinteren Fuß weit hinten, was ihn labiler macht, als hätte er beide Füße vorne. Was mich zu

 

S. 62 bringt: Abwehrtechnik aus der Bewegung „..die Bereitschaft den Ball in jedem Fall erreichen zu wollen.“ Das tun viele gute Spieler, aber wie auf dem Bild auf S.66 zu sehen im Detail dann doch nicht. Und das selbst auf internationalem Spitzenniveau. Die Liberospielerin einer 1. Bundesligadamenmannschaft, da musste der Trainer auch desöfteren diese Spielerin genau darauf hinweisen.

 

Toll sind Hinweise wie auf S. 30: beim Aufschlag von unten: „Der Ball darf keinesfalls zu hoch angeworfen werden, da dies die Schlaggenauigkeit erheblich beeinträchtigt.“ Den Fehler machen sehr viele Anfänger. Außerdem haben diese auch häufig das koordinative Problem den Anwurf flach zu gestalten. Gerade diese Spieler können den Ball nicht mittig treffen, eben besonders, wenn der Ball hoch angeworfen wurde.

 

Toll ist auch der Hinweis auf S. 140, bei einer Kraftübung für 2 Leute: „Der Partner soll nicht 'gewinnen' sondern lediglich Hilfestellung leisten...“ Gerade derlei wird von Trainern, die ich kenne, nicht beachtet, auch wenn sie von mir darauf hingewiesen werden. Dadurch ist es mehr Spaß- als Kraftübung. Leider ist der Hinweis dazu mitten in den Partnerübungen zu finden bzw. ein Hinweis speziell zu einer Übung. Das ist schlecht, da er allgemeingültig ist.

 

Toll ist der Hinweis auf S. 121 zur sehr wichtigen Antizipationsfähigkeit: „In der Regel kann an der Schulterachse abgelesen werden, in welche Richtung der Angreifer den Ball schlagen wird.“ Gerade diese Fähigkeit wird häufig völlig unterschätzt und nicht extra trainiert. Eher aus Versehen durch Anwendungstraining. Bei meiner B-Trainerausbildung habe ich einen guten Regionalligaspieler und einen 2. Bundesligaspieler eine Blockübung nacheinander durchführen sehen. Beide 2 Meter groß, beide gleich schnell – außer dass der Zweitligaspieler WESENTLICH schneller sah wo der Ball hinflog, wodurch er viel schneller loslaufen konnte.

 

Durchwachsen ist der Hinweis auf S.129: „...[es] kann nicht deutlich genug darauf hingewiesen werden, dass Spielfähigkeit letztlich nur erzielt werden kann, wenn in einer Trainingseinheit möglichst viele Ballkontakte zustande kommen.“ Für die Automatisierung stimmt das natürlich völlig. Aber in meinen Augen nur, wenn die Technik und das Bewusstsein dazu vorhanden ist. Sonst trainiert man sich Fehler an, die schwer wieder zu korrigieren sind, weil ein falsches Körpergefühl antrainiert wurde. Somit ist gerade am Anfang das Spielen 6:6 für mich das völlig Falsche, denn: die Ballfrequenz für den Einzelnen ist gering und durch zu viele Handlungsmöglichkeiten wird der Spieler überfordert, wodurch Fehler antrainert werden.

Und so kommt der Hinweis auf S. 127 zu tragen: „Kinder wollen in erster Linie spielen und nicht üben.“

 

Ebenso diskussionswürdig ist sicherlich S. 62 bei „Abwehr mit dem Fuß“. Es fehlt der Hinweis, das ein genaues Spielen nicht möglich ist und dies deshalb nur eine Notmaßnahme sein darf – dann aber durchaus erlaubt werden soll.

S. 29 „Aufschlag von unten darf auch mit der Faust erfolgen“. Aber wenn er die Vorbereitung auf den Aufschlag von oben ist, dann ist das kontraproduktiv. Bringt aber natürlich schneller Erfolgserlebnisse.

 

Ansonsten fehlen mir an einigen Stellen Hinweise auf das Warum. S. 54 Block „gleichzeitig auf beiden Füßen landen“. Gerade hier ist das Warum wichtig: Überlastung einzelner Gelenke, wenn man nicht mit beiden Füßen die Landung abfedert. Oder warum man mit den Armen bei der Annahme und Abwehr nicht über Schulterhöhe gehen sollte fehlt auch (wichtig).

 

Fazit:

Das Buch ist zweigeteilt. 1. Teil Technik, 2. Teil Übungen. Und jede Übung ist zusätzlich zu einer Skizze mit einem Foto erklärt. Das ist ein echtes innovatives Highlight. Alleine das ist ein Grund das Buch zu kaufen.

Es gibt viel Negatives und noch viel mehr Positives in diesem Buch. Leider sind die 1000 Wörter für Amazon erreicht, so dass ich viele positive Dinge nicht mehr hervorheben kann. Das Buch hat sicherlich eine lange Entwicklungszeit hinter sich. Gerade daher sind die kleinen Fehlerchen und fehlende kurze erklärende Nebensätze ärgerlich. Insgesamt empfehlenswert.

 

1005 Spiel- und Übungsformen

Beinahe unendliche viele, gute Übungen, allerdings mit wenig Beobachtungshilfen. Sekundärliteratur, weil nur Übungen und keine Grund-Techniken, Taktiken oder so vermittelt werden. Ohne Wissen über Grundtechniken bietet dieses Buch nur abwechslungsreiche Beschäftigungstherapien für die Spieler.

Dieses Buch bietet in der Tat so viele Übungen, dass man wohl aus zeitlichen Gründen niemals alle ausprobieren wird. Pro Seite (DIN-A5 im Querformat) werden durchschnittlich drei bis vier Übungen vorgestellt.

Doch so Manches ist negativ, was den Wert des Buches aber nicht wirklich schmälert.

Der Zuspieler ist im Buch Passeur und der Bagger ist Manchette (ein Schweizer Buch!). Dazu werden Fachwörter verwendet, die dem Anfängertrainer vielleicht gar nichts sagen werden. So z.B. peripheres Sehen, Differenzierungsfähigkeit und Sideout. Jedoch muss man diese Worte nicht verstehen, dienen sie „nur“, die Ziele der Übung zu erklären. Um die Übungen umzusetzen muss man sie nicht verstehen.

Aber es ist im Prinzip möglich, nur über die Ziele Übungen für das Training herauszusuchen, was ich sehr gut finde.

Ein Rezensent meinte ja auch schon, dass die Gliederung unübersichtlich sei. Sucht man nach Übungen für einen bestimmten Bereich K1 oder K2 (Annahme-Angriff, Abwehr-Angriff) oder nur nach Annahmeübungen, sollte man jedoch fündig werden. Jedoch sollte man sich wohl wirklich die Zeit nehmen, die vielen Unterüberschriften anzuschauen. Es gibt 12 Kapitel (siehe unten), die wiederum in etwa 8 bis 17 Überschriften (= etwa 108 Überschriften) unterteilt sind. Sind halt 1005 Übungen, die katalogisiert und wieder gefunden werden wollen.

Dem Trainer muss bewusst sein, dass er die Übungen abändern kann und soll. Viele Übungen werden die eigene Gruppe überfordern. Das Abändern in der Turnhalle schafft auf die Schnelle jedoch wohl nur ein erfahrener Trainer.

Zum Beispiel bei einer Annahmeübung, bei der die Annahme aber nicht gelingt, weil der Aufschlag zu stark ist. Die Übung „verlangt“, dass ein Tennis-Aufschlag über das Netz geschlagen werden soll. Hier kann dann z.B. einfach nur ein Aufschlag von unten erfolgen oder der Ball wird einfach nur über das Netz geworfen. Entweder von der Grundlinie oder anfangs sogar nur von der 3 Meter Linie. Man muss sich halt immer nur das Ziel der Übung vor Augen führen. Mache ich gerade Aufschlag- oder Annahmetraining? Wenn ich Aufschlag und Annahme mit anschließendem Zuspiel gleichzeitig stattfinden lasse, darf ich mich nicht wundern, wenn der Zuspieler keine Bälle bekommt, nur weil die Annahme völlig überfordert ist. Aber all das steht sogar auf Seite 62 und 240.

Dazu fehlen mir persönlich Hinweise darauf, worauf der Trainer während der Ausführung achten soll. Zum Beispiel bei einer Annahmeübung, bei der der Spieler zum Ball laufen muss. Hier fehlt mir der Hinweis, dass er vor der Ballberührung unbedingt stehen bleiben soll. Natürlich würde derartiges das Buch aufblähen, zumal es sehr häufig dabeistehen müsste. Oder wenn ein Annahmespieler zu einem Zuspieler spielt und der Zuspieler zwei Meter oder sogar noch weiter laufen muss, um den Ball weiterzuspielen. Im Text steht, dass die Annahme sehr genau kommen soll. Aber wenn der Zuspieler den Ball bekommt, ist den meisten Annahmespielern gar nicht bewusst, dass ihre Annahme schlecht war. Mir reicht das nicht. (Finde die Seite nicht mehr…). Als Variante hätte in der Übung stehen können, dass der Zuspieler sich nur einen Schritt bewegen darf.

Oder auf Seite 73. Zwei Dreiergruppen sollen den Ball mit Nachlaufen spielen. Die Laufwege überkreuzen sich. Auf der Zeichnung stehen die Einzelspieler am Netz. So wird gleich das Spielen ans Netz (Annahme/Abwehr) trainiert. Kann mir aber nicht vorstellen, dass der normale Trainer ein solches Detail wahrnimmt. Er wird die Spieler einfach nur in den Raum stellen und das Netz gar nicht beachten. Die Spieler im Rückraum wird also keine Annahme üben, sondern nur „wertloses“ Baggern irgendwohin. Das reicht mir nicht. Ich will im Punktspiel eine präzise Annahme und keine zum Gegner gespielte, nur weil die Annahme nie gelernt hat den Ball vor das Netz zu spielen. Wobei bei Anfängern wird die Übungen kaum zustande kommen, wenn das Netz hinter zwei Spielern steht. Sie werden ständig über das Netz spielen.

Oder fehlender Hinweis bei der zweiten Übung im Buch. Spiel: Schubkarre. Ein Spieler geht in Liegestütz-Position und der Partner nimmt die Füße des anderen hoch, so dass der Liegestütz Spieler nur noch mit den Händen den Boden berührt. Problem ist hier, dass viele Menschen nicht genügend Bauch- und Rückenmuskulatur verfügen. Dadurch werden sie schwer ins Hohlkreuz gehen, was schlecht für den Rücken sein kann. Zumindest, wenn diese Übung öfters durchgeführt wird. Ansonsten trainiert diese Übung in der Tat sehr gut die Schultermuskulatur. Aber es steht kein Hinweis dabei, dass man auf Hohlkreuze achten solle. Derlei Beobachtungshilfen gibt es bei so ziemlich keiner Übung. Das finde ich sehr schlecht.

Also mir wären zwei oder drei Bücher mit nur dreihundert Übungen lieber, bei denen aber derartige Fehlersichtungshilfen gleich dabei stehen. Dazu wären dann gleich Varianten nett, falls den Spielern die Übung zu schwer oder zu leicht erscheinen. Denn letztlich trainiert man eh immer die gleichen Übungen, nur sehen sie immer etwas anders aus. Dazu wäre ein solches Buch übersichtlicher.

Als Alternative sei noch das Buch „ Volleyball spielend trainieren“ empfohlen. Gibt es allerdings nur noch gebraucht. Es enthält auch vor allem Übungen. Oder im Englischen gibt es auch viele „drill“ (Übungs-) Bücher, bei denen man auch mit durchschnittlichem Englisch das Wichtigste versteht.

Das Buch bietet keinerlei Technikbeschreibung, so dass dieses Buch nur als Sekundärliteratur anzusehen ist (aber nichts anderes will es ja auch). Allerdings bietet es auch viele vorbereitende Spielformen mit z.B. Fangen und Werfen.

Inhaltsverzeichnis - Übungsformen (stark gekürzt):
#Aufwärmspiele – mit / ohne Ball, Spiele alleine / in kleinen Gruppen, u.a.
#Minivolleyball (VB mit Kindern) – Werfen und Fangen, Oberes Zuspiel, Baggern (mit jeweils einführenden-, Kern- , Taktikübungen und sogar Lernkontrolle)
#Übungen zur Technik – Zuspiel und/oder Baggern, Zuspiel mit Orientierung, Rückwärtspass, Angriff, Block, Abwehr, Aufschlag
#Übungsformen für Fortgeschrittene und Wettkampfspieler
#Zuspiel über III, Läufersystem
#Feldverteidigung alleine / im Kollektiv, Blocken – alleine / zu zweit
#Spiele für unterschiedliche Gruppengrößen – Zweier-, Dreier-, Vierer-, Fünfer-, Sechser und größere Gruppen
#Übungen für den Libero
#Konditionstraining – Stretchingübungen, Zirkeltraining (Circuit-Training.), Konditionstests
#Zirkeltraining (Stationstraining.) für die Technik – alleine und in Gruppen
#Plauschformen (Daddelformen) – Miteinander, Gegeneinander, Spielformen mit besonderen Regeln
#Beachvolleyball – Übungen für für 1, 2, 3 und 4 Spielern

Fazit: Man sollte sich eingehend mit dem sehr großen Inhaltsverzeichnis beschäftigen. Die Übungen sind in der Regel leicht verständlich und gut. Allerdings nur, wenn der Trainer auf korrekte Technikanwendung (Armschwung beim Baggern, Stehenbleiben vor der Ballberührung) achtet. Man darf nicht erwarten, nur weil diese Übungen von erfahrenen Trainern sind, dass sie bei einem in der Halle auch sensationellen Erfolge verheißen.
Dann fehlen mir noch Hinweise, worauf ein Trainer während der Übungen achten soll. Hier der Stern Abzug. Aber als Trainer wird man sich über ein Buch mit sehr vielen und abwechslungsreichen Übungen freuen können. Also wer nur Beschäftigungstherapie für seine Spieler braucht ist hier auch sehr gut aufgehoben. Im Gegensatz zu z.B. „Der Volleyballtrainer“.

Weiterführendes Halle (Leistungsvolleyball, Taktiken, fortgeschrittene Techniken wie Rückraumangriff)

 

Leistungsvolleyball

(nur für Trainer. Braucht man nur, wenn man wirklich viel über die verschiedenen Taktiken bzw. Läufersystemen wissen will. Also wer nicht weiß was ein "Läufer I" braucht hier gar nicht erst reinschauen. Am Anfang können die zahlreichen Symbole zur Darstellung von Spielern sehr verwirren. Hier sind die Spieler nicht nur Dreiecke, sondern noch Spezialaufgaben wie Schnellangreifer, Annahmespieler, Hinterfeldangreifer und Universalspieler farblich sortiert. Diese muss man auswendig lernen, um des Autors Läufersysteme verstehen zu können.

Außerdem werden alle möglichen Individualtaktiken beschrieben: Schnell-, Außen-, Hinterfeldangreifer, Libero, Annahmespieler und Abwehrspieler.

Verlagsseiten (leider nur vom englischen Buch einzusehen):

Beachvolleyball

 

Beachvolleyball

Themen im Buch sind: "Grundtechniken" - Annahme, Abwehr, Aufschlag (bis Sprungflatteraufschlag) usw. - 40 Seiten; Starspieler Europas - 8 Seiten ; "Strategie, Taktik, Training, Spiel" unterteilt in allen Grundtechniken - 66 Seiten; "Kondition", unterteilt in Kraft, Koordination und Schnelligkeit, Ausdauer - 7 Seiten; "Trainingsplanung" unterteilt in Hintergründe, Konkrete Pläne und "Brauche ich einen Trainer?" - 7 Seiten; "Wettkampf" unterteilt in Aufwärmen und Spielerbeobachtung - 3 Seiten; "Beachcamps" - 4 Seiten.
Mittendrin ist auf zwei Seiten auch Aufwärmen bzw. "Akivieren und Mobilisiern - gleich mit dem Ball"

Auf der Internetseite des Verlages gibt es das Inhaltsverzeichnis und einige Bücherseiten (Text jedoch kaum lesbar klein) zu sehen.

Als erstes fiel mir nach dem Aufschlagen des Buches das große DIN-A4 Format auf - Hardcover. Wow. Alle deutschen Bücher, die ich habe, sind nur halb so groß und teilweise hardcover und die englischen großen Bücher haben nur ein Softcover.

Der zweite Blick: Sehr viele, schöne, bunte (actionreiche) Bilder; nettes Layout; Skizzen zu den Übungen leicht zu erfassen.

Vor dem Kauf hat mich vor allem interessiert, wie wohl das Kapitel "Beachvolleyball in 30 Minuten" für Totalanfänger aussieht, nachdem ich mal Beachvolleyball Animateur für Touristen war. So fällt mir gleich auf, dass die Übungen im Buch nicht sofort als solche zu erkennen sind. Es wird erst vieles zu einem Thema erzählt und dann kommen Übungen. Will man jedoch nur die Übungen angucken, dann muss man erst einmal suchen.
Alles fängt mit Werfen und Fangen an. Super, bin ich voll für. Hierbei kann dann prima darauf geachtet werden, ob sich die Arme beim Werfen von unten (baldiges Baggern) zu sehr bewegen, ohne das der neue Spieler erschwerte Bedingungen hat (zum Ball laufen, auf Füße, Beine, Arme, Rücken und, und, und achten....).
Schließlich soll zwei mit zwei gespielt werden und dann zwei gegen zwei. Der Ball soll eingeworfen werden (von unten), dann in späteren Übungen ist aber plötzlich von einem Aufschlag die rede. Die Leute können mal gerade Baggern und sonst nichts. Soll der Aufschlag das Einwerfen sein? Schlecht.
Letztlich sind die 30 Minuten auf vier Seiten bestimmt prima umsetzbar.

Uiii, die Übungen zu den Techniken werden wie in meinem Fachübungsleiterlehrgang in Technikerwerbstraing, -anwendungstraining, -ergänzungstraining usw. unterteilt. Wobei nur Beispielübungen aufgezeigt werden. Z.B.: Annahme - Technikerwerbstraing. Alles was hierzu im Buch darüber steht ist: "Serienhandlungen, z.B. 30 Annahmen frontal, Aufschläge longline; 30 Annahmen frontal kurz; 30 Annahmen seitlich, Aufschläge in die Mitte etc."
Kann das alles sein? Hmm, ein bisschen dünn. Erinnert mich sehr an das Buch "Der Volleyballtrainer". Dafür sind diese Übungsanregungen deutlich zu erkennen, im Gegensatz zu den anderen Übungen im Buch. Jedoch in späteren Kapiteln werden dann die verschiedenen Techniken zusammen behandelt z.B.: "Aufschlag und Annahme". Hier gibt es dann ausgearbeitete Übungen und Skizzen dazu.

Angriff, ich soll hochspringen (als rechtshänder den linken Fuß vorne) und jetzt die Schlagschulter zurücknehmen... . Das ist schon richtig. Jedoch bezweifle ich, dass man die Schulter überhaupt noch zurücknehmen muss, da die Schlagschulter (rechte Schulter) automatisch schon hinten ist, wenn der linke Fuß vorne stand.
Und damit bin ich bei einem Punkt, der mich mittlerweile bei allen Volleyballbüchern stört. Der Grund, warum ich bei einer Technik etwas ganz bestimmtes tun soll, fehlt. Siehe Schlagschulter zurück (= längerer Weg zum Ball -> mehr Kraft auf den Ball).

Dageeegen hält der Punkt im Buch: "Den Ball seitlich annehmen". Beim Fachübungsleiterlehrgang wurde mir auch noch erzählt, ich solle den Ball immer möglichst frontal annehmen und die seitliche Annahme (nicht Abwehr!) sei nur eine Notmaßnahme. Flatterbälle kann man jedoch besser seitlich annehmen. Bietet man dem Ball mehr Fläche an und muss nicht soviel mit den Armen bis zum Auftreffen rumrudern. Das Buch nennt jedoch drei andere Gründe.

Richtig gut fand ich einen Satz bei der Annahme: "...und laufen Sie auch nie mit festgehaltenen Händen zum Ball!" Genau das ist der zweitgrößte Fehler, den ich bei vielen langjährigen Volleyballern immer wieder sehe. Der andere war baggern aus den Armen anstatt eines Impulses aus den Beinen.

Das Buch bietet jede Menge Tipps. Diese orientieren sich jedoch nicht nur an Anfängern (da die Grundtechniken erklärt werden könnte man ja sowas denken). Ein Beispiel: "Tipps für Angreifer: Der große Karch Kiraly sagt: Schlage den Ball immer ins Feld. Es hat keinen Sinn, mit dem Angriff ein zu großes Risiko einzugehen. Also: Zielen Sie nicht auf die Linie, sondern eine Ballbreite davor. Das vermeidet Eigenfehler und bringt in der Konsequenz mehr Punkte." (auf Seite 95).
Ein besserer Tipp ist wohl ein anderer für die Abwehr (Block): Wenn ein Angreifer longline ins Aus schlägt, wird sein nächster Angriff wahrscheinlich diagonal sein.

Bei der Annahme wird auch erwähnt, dass man Skyballs "...in sehr tiefer Spielstellung mit waagerecht gehaltenen Armen..." spielt. Hier wird jedoch auch der Grund genannt: "Auf diese Weise können Sie bis zum Schluss den Ballflug beobachten und richtig reagieren."
Ganz nebenbei wird noch erzählt, dass Ballkontakte aus der Bewegung heraus sehr schwer unter Kontrolle zu bringen sind. In meinen Augen eines der wichtigsten Details überhaupt ist das Stehenbleiben. So bietet das Buch in Hülle und Fülle Informationen, die man allerdings auch aufnehmen muss und nicht überlesen darf, was sehr leicht passieren kann. Vor allem wenn keine Gründe angegeben sind warum man etwas Bestimmtes tun soll.

Fazit: Das Buch bietet sehr viel Wissen und gute Übungen. Das Buch wird auch für den fortgeschrittenen Spieler eine Hilfe sein können, richtet sich aber vor allem an Trainer. Bleibt für mich die Frage, ob das Buch besser ist, als das von Ahmann, dass ich noch nicht gelesen habe. Bleibt höchstens die unbedeutende Frage, wo der Spielspaß extra vermittelt wird wie auf dem Cover angekündigt?

Englische Bücher

  Volleyball defensive fundamentals and techniques.
 

101 Winning Volleyball Drills from the AVCA.
Also 101 allgemeine (drills =) Übungen.

Spielregeln

 

Internationale Volleyball-Spielregeln 2005, 41. überarbeitete Ausgabe.

Ich hasse dieses Buch. Ich kenne kaum jemanden, der wirklich alle Regeln verstanden hat. Viele Regeln sind sehr schwammig ausgedrückt, so dass der eine Schiedsrichter Bälle plötzlich abpfeifen wird, von den ein anderer Schiri nicht einmal weiß, dass man das darf. Stichworte hier sind: Sichtblock, Netz bei einer Aktion, bei der der Spieler nicht den Ball berührt hat, Verwarnen von Spielern bzw. ab wann gibt man Karten (ok, eigentlich müsste es viel mehr gelbe und rote Karten geben, als tatsächlich verteilt werden - Leider). Viel zu häufig werden Schiedsrichter indirekt beleidigt "die ganze Zeit siehst Du nichts und ausgerechnet das pfeifst Du jetzt ab." -> Müsste in meinen Augen mittlerweile gleich rote Karte geben. Das Regelwerk ist aber viel zu sehr in juristischem Deutsch geschrieben. Also ein normaler Realschüler wird es schwer haben die Regeln zu vestehen.
Oder verwirrend ist auch, dass es kein Handzeichen mehr dafür gibt, wenn ein Aufschlagspieler beim Aufschlag übergetreten ist (wenn er die Grundlinie vor oder während des Aufschlages berührt). Früher gab es eins dafür. Jetzt nicht mehr, aber auch keinen Ersatz. Wenn ich höhere Schiedsrichter bzw. Trainer angeschrieben habe, die mir das erklären sollten, erhielt ich immer nur die erklärenden Worte: "Geh zu einer Schiedsrichterfortbildung."

Hatte auch schon mehrfach ganz detailliert herausgearbeitet, was mich an den Spielregeln stört. Allerdings nach mehreren Festplattencrashs sind diese Texte immer wieder verloren gegangen.

Die Regeln durch dieses Buch zu verstehen dürfte nahezu unmöglich sein, wenn man noch nie ein Volleyballspiel gesehen hat.

Sonstige Bücher, die aber volleyballrelevant sind:

 

Erfolgreiches Teamcoaching:

Also der Autor versucht wirklich einem seine Erfahrungen mitzuteilen und wie konkrete, praktische Lösungen aussehen können. Dies schafft er trotz Psychologie Diploms in verständlichen Worten und ohne viele Fremdwörter. Wenn Fremdwörter vorkommen, dann erklärt er sie gleich darauf. Das Buch liest sich also wirklich leicht und locker. Hinzu kommt ein angenehmes Layout mit vielen farbigen Fotos, die die angesprochenen Themen unterstützen.

Ich habe das Buch zwar in einem Rutsch durchgelesen, allerdings kann man sicherlich auch Kapitel überspringen und mittendrin anfangen. Das Buch hat 23 Kapitel auf 206 Seiten. Also etwa 10 Seiten pro Thema. So ist wohl gleich ersichtlich, dass jedes Thema nicht völlig zerpflückt wird. Aber es wird auch immer auf weitere Literatur verwiesen. Wobei nicht auf irgendwelche fünf Bücher pro Thema, sondern immer nur auf ein Buch, was es überschaubar macht.

Das Buch teilt sich Grundsätzlich in zwei Bereiche: Grundlagen des Teamcoachings (reine Theorie z.B. die vier Gesprächsebenen von Schulz von Thun „Miteinander Reden") und ab Seite 77 Praktische Anregungen zum erfolgreichen Teamcoachings. Diese beziehen sich nicht nur auf Hochleistungsmannschaften, sondern auch auf Vereine in den niederen Ligen.

Einige Themen im Überblick:
- Basiswissen für eine gelungene Kommunikation (vier Gesprächsebenen)
- Was ist ein Team? Gruppenregeln und Gruppendynamik
- Der Trainer als Führungsperson
- Gehirngerechtes Coaching
- Die Wirkung von Zielen
- Lebendiges Coaching statt Kochbuchmentalität
- Psychologische Potenziale in der Saisonvorbereitung
- Der Weg zum Team (konkrete Maßnahmen zur Teambildung, Integration neuer Spieler, Teamkiller)
- Die Gestaltung der Teambesprechung (Vor dem Spiel, in der Halb- und in der Auszeit, nach dem Spiel)
- Das Coaching am Spielfeldrand
- Die Nominierungssituation (wer darf spielen und wer ist Ersatzspieler?)
- Wie sie als Außenseiter gewinnen können
- Vom Umgang mit der Favoritenrolle
- Wie man Angstgegner bezwingt
- Vor dem entscheidenden Spiel
- Die Bewältigung von Krisen und Konflikten (Selbstvertrauen wieder finden, Verletzungspech bei vielen Spielern)
- Der schwierige Spieler (Disziplinlosigkeit, mangelnde Einstellung, keine Selbstkritik, Eigensinn, der Starspieler)
- Nach dem Erfolg
- Besonderheiten beim Frauencoaching (wobei er sich gleich dafür entschuldigt, dass er diese Trennung in bestimmten Maße für gererchtfertigt hält)
- Besonderheiten beim Coaching von Kinder- und Jugendmannschaften

Auf Seite 78 sagt der Autor, er würde sich über Rückmeldungen freuen. Jedoch ist außer der Verlagsadresse nichts angegeben, um Verbesserungsvorschläge direkt loszuwerden (keine eMail-Adresse desAutors). Schade.

Fazit: Es werden keine zwingenden Situationen dargeboten, mit denen man eine schwierige Situation auf jeden Fall lösen kann. Aber das Buch gibt Anregungen und immer mindestens ein Beispiel, wie man ganz konkret an ein Problem herantreten kann. Vor allem hat mich das Buch für viele Probleme sensibilisiert, so dass ich hoffentlich, wenn sie einmal auftreten rechtzeitig reagieren kann. Allerdings hat es mich auch auf bestehende Probleme aufmerksam gemacht Letztlich hilft aber nur der gesunde Menschenverstand, miteinander reden und Gefühle und Ängste vom Gegenüber aber auch von sich selbst ernst zu nehmen.
Letztlich verweist der Autor auch hin und wieder darauf, dass es nötig sein kann, sich in letzter Konsequenz auch von einem Spieler trennen zu müssen. Dennoch erweckte das Buch das Gefühl in mir, dass alle Probleme mit oder in der Mannschaft eine Lösung haben. Schön.

 

Volleyball für Kinder und Jugendliche

Das Buch erinnert mich sehr an Skripte an der Uni geschrieben von Profs. Jedoch ist es noch gerade eben verständlich geschrieben. Das Buch liest sich also sehr trocken und wissenschaftlich theoretisch. Die Autoren erwarten allerdings auch, dass man Wörter wie aerobe und anaerobe Kraftausdauer sowie generell alle Kraftarten wie Maximal-, Schnellkraft und alaktazid-aerobe Energiebereitstellung und die Muskelfasertypen I + II schon kennt.
So richtet sich das Buch deutlich an Trainer und Lehrer, die wirklich informiert sein wollen. Auf Seite 67 wird z.B von 160 Maximalkraftsprünge in einer Woche gesprochen.
Außerdem müssen die Grundtechniken von den Kindern schon beherrscht werden: Seite 48 "Der Aufschläger spielt stabile Flugbahn..." Der Anfänger wird froh sein überhaupt irgendwie den Ball über das Netz zu bringen.

Wie man sieht, werden praxisbeispiele aufgezeigt, um bestimmte Dinge zu unterstützen.
Letztlich wird immer wieder gesagt: Rede mit den Kinder! Das ist wohl letztlich auch tatsächlich das Allheilmittel.

Als Themen bietet das Buch also Kräftigung zusammen wie man die Volleyballtypischen Kraftarten trainieren kann. Wobei auch nicht gesagt wird warum z.B. Beweglichkeit und Schnellkraft wichtiger sind als andere Dinge. Es gibt jeweils etwa 10 bis 30 Übungen zu den Themen Gewebefestigung, Ballkoordination, Kraftkoordination, Schulung des Bewegungssehens, Integrierte Konditionsentwicklung, Spielerische Intervalle, spielimmanente Einflussnahmen, Taktik-Lernen und Krafttraining.
Die meisten Übungen sind gut anwendbar und trotz des Alters des Buches nicht körperzerstörend (Kraftübungen wie Klappmesser z.B. gibt es nicht).

Hatte mir eigentlich von dem Buch erhofft, dass viele alltägliche Situationen beschrieben werden, wenn Jugendliche z.B. keine Lust auf eine Übung haben, wie man sie dann vielleicht doch noch motiviert bekomm oder mit welchen Übungen man das Techniklernen spannend gestalten könnte. Die alltäglichen Situationen werden dann immerhin auf den letzten 10 Seiten beschrieben.

Grundsätzlich bin ich häufig anderer Meinung als die Autoren gewesen. Kurzum, das Buch ist durchwachsen. Hat viele tolle Ideen, die man aber nicht unüberlegt einfach übernehmen sollte. Aber es liest sich wirklich nur so spannend wie ein normales BWL-Buch für die Schule. Sehr trocken und zäh.

Interessante allgemeine Sportbücher

 

Workout für Faule

Training immer und überall - also nicht für Faule geeignet.
...aber sonst wirklich prima.

Es ist nicht so, dass man nichts tun müsste, um fit zu werden. Aber letztlich zeigt die Autorin Übungen auf, die man bequem immer und überall ohne weitere Utensilien machen kann.

Es fängt schon morgens im Bett mit Dehn- und Streckübungen an. Geht dann über Alltagssituationen weiter, bei denen man seine Muskeln nebenbei trainieren oder durch korrekte Körperhaltung (gerades Sitzen) seinen Körper schonen kann, zu Dehnungsübungen zu letztendlich einfachen Kraftübungen.

Immer wieder werden im Buch ungünstige Körperhaltungen angesprochen ohne dabei zu sehr in die medizinische Tiefe zu gehen. Zum Beispiel, wenn man eine Kiste Wasser hebt oder den Geschirrspüler ausräumt, solle man in die Knie und nicht mit dem Oberkörper nach unten gehen, um die Wirbelsäule zu schonen. Interessant fand ich, dass man sich auch beim Fernsehen auf bestimmte Haltungen achten solle.
Es wird auch darauf hingewiesen wie man im Alltag richtig sitzen soll z.B. auf einem Keilkissen oder auf einem Gymnastikball, den man sich bitte kaufen möge, oder sogar wie man morgens rückenschonend aus dem Bett aufsteht! Für den Kauf eines Autos sind auch viele Tipps angegeben wie man den richtigen Fahrersitz für sich aussucht.

Kraftübungen im Alltagsleben werden z.B. aufgezeigt für das Büroleben oder das Autofahren.

Im Alltag werden Übungen aufgezeigt, die man ganz nebenbei machen kann. Z.B. während des Zähneputzens auf den Fersen (Hacken) herumgehen, um die Wadenmuskulatur zu stärken.

Nicht überall erleichtern Bilder das Verstehen einer Situation oder Übung. So verstand ich einige Übungen überhaupt gar nicht:
Man liegt mit dem Rücken auf dem Bett, die Arme sind zur Seite gestreckt „...Schieben Sie nun den rechten Arm und das linke Bein diagonal so weit wie möglich nach außen." Wo ist außen, wo fasse ich das Bein an? Aber ein Freund von mir verstand die Übung... . Ein Bild hätte hier für mich Wunder geleistet.

Es wird aber auch auf Fehlhaltungen bei den Kräftigungsübungen eingegangen. Z.B. bei den Sit-Ups.

Fazit: Training immer und überall - also nicht für Faule geeignet! Der Titel passt nicht. Besser wäre gewesen „Fitness im Alltag". Also das Buch ist für jeden der was tun will ohne gleich ins Fitnessstudio zu eilen oder sich mehrmals die Woche einem Sportverein zu verpflichten. So ist z.B. ein Tipp das Treppensteigen: „Wenn Sie...Ihren...Arbeitsplatz im zehnten Stock nur noch zu Fuß erreichen wollen....Vergessen Sie's! ...Drei Stockwerke reichen am Anfang völlig.
Also um Fit zu werden muss man was tun. Wer was tut ist nicht faul. So können aber auch Sportler ihre Freude daran haben. Zumal sie auf einige Fehlhaltungen im Alltag aufmerksam gemacht werden.
Die Masse der locker geschriebenen Erklärungen sind gut, aber manche musste ich zwei Mal lesen oder verstand sie gar nicht (Trotz vieler Bilder fehlt es immer noch an einigen - Stern abzug). Es ist keine eMail oder Internet Adresse vorhanden, um die Autorin nach einer besseren Beschreibung zu fragen - ein Stern abzug. Der Titel ist irreführend und mancher könnte enttäuscht sein, dass er doch etwas tun muss - ein Stern abzug.
Für ehrgeizige Menschen (auch Leistungssportler), die etwas tun wollen bleibt der Inhalt durch gute Übungen und das gute Layout des Buches aber dennoch bei vier Sternen - zugreifen.

 

Volleyball Videos


38 (!!!) amerikanische Lehr-Videos bzw. DVDs über Volleyball. Alle aus Amerika und alle kosten so um die 40$.Spieldauer beträgt etwa immer 40 bis 60 Minuten. Sogar solche zwei speziellen Sachen wie Training für den Libero oder den Zuspieler.

Second Line Defense: Utilizing the Libero
Verlagsseite


Training the Setter ( = Zuspieler)
Verlagsseite


Zwei Lehrvideos von Human Kinetics. Wobei tatsächlich keine DVDs, sondern eben Videos. Es gibt youth volleyball und games approach to coaching volleyball.
   
 
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Alexander Neidhart