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Einer fegt und der Rest.......

Drei Mal am Tag haben wir anfangs die Stube gefegt. Am Ende der Grund-
ausbildung wurde allerdings alles lockerer und so wurde nur noch Morgens
und Abends gefegt.
Die Aubildung wurde merkbar lockerer, als wir das Gelöbnis nach einem
Monat hinter uns hatten. Ab dem Moment haben uns die Ausbilder
doch deutlich mehr respektiert und uns mehr als Kameraden gesehen.
Schließlich waren wir von da an ja auch wirklich Soldaten.

Man gönnt sich ja sonst nichts - höchstens jeden zweiten Tag.... .
Drei Mahlzeiten pro Tag reichten einfach nie aus. Entweder sind wir abends
noch ins Mannschaftsheim gegangen (Kneipe, in der man was essen kann)
und aßen noch Currywurst + Pommes oder wir sind zu McDoof gefahren.
Trotz der vielen körperlichen Ertüchtigungen haben die meisten von
uns an Gewicht zu genommen. Erwähnenswert vielleicht auch,
dass das Essen für Grenadiere viel Kalorienreicher ist, als für viele
andere Waffengattungen. Denn die Grenadiere müssen mehr körperlich tun.

Hier schreibe ich gerade Tagebuch, was ich sonst nie mache.
Im Hintergrund ist auch mein Bett. Meines
ist das Untere. Der Spind links neben dem Bett ist auch mein Spind. Interessant
war, dass ich das Tagebuch schon während des Schreibens zensiert habe.
Hatte immer Angst, dass es einem der Ausbilder in die Hände fällt. Ist
aber nie passiert. In den 2 Monaten Grundausbildung sind 100 DIN-A4 Seiten
zusammen gekommen. In Word waren es nur noch 15 Seiten.

Panzergrenadier Neidharts nicht aufgeräumter Spind:
Die weißen Turnschuhe stehen nicht in einer Linie mit den anderen Schuhen,
die Deutschlandfahne auf den Jacken sind nicht in einer Linie,
die blauen Jogginanzüge unten liegen nicht einheitlich übereinander, ..... .
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