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Volleyball:
In der 9. Klasse fragte mich ein Klassenkamerad, ob ich nicht mal Lust hätte mit ihm im Verein Volleyball zu spielen. Ich hasste Volleyball. Also sagte ich: "Nein!" Nachdem er dann einen anderen dorthin mitgenommen hatte und der dann aber meinte, dass das total Spaß machen würde, bin ich dann skeptischer Weise dann doch mitgegangen. Volleyball selbst war zwar nicht toll, aber dafür die Leute dort. Außerdem spielten wir jedes Mal zum Aufwärmen irgendwelche Spiele, die mit Volleyball nichts zu tun hatten - so machte es dann doch viel Spaß.
Doch irgendwann kamen dann Turniere und später sogar Punktspiele mit der zweiten Mixed-Mannschaft hinzu. Ab da so gefiel mir Volleyball an sich wohl doch sehr gut. So spielte ich dann meine ersten Punktspiele in der Cuxhavener Mixed Liga in der 2. Mannschaft mit.Später durfte ich dann in der 2. Herrenmannschaft mitspielen. Ich erinnere mich da vor allem noch daran, wie einer der alten Hasen direkt vor einem Punktspiel meinte: "Los, verwirren wir den Gegner und spielen über die IV zu!" Bedeutet, dass der Zuspieler statt wie gewohnt vorne rechts am Netz plötzlich vorne links am Netz stand. Wohlgemerkt ohne es je trainiert zu haben. Meinem damaligen Empfinden nach hatte es mehr oder minder gut geklappt. Weiß aber nicht mehr, ob wir das Spiel gewonnen haben. Etwa zwei Jahre später gab es nur noch eine Herrenmannschaft. Schade, ich erinnere mich noch, wie wir beim ersten Trainingstag nach den Sommerferien in drei Sporthallen gleichzeitig Volleyball gespielt haben. Jugend, Männer und Mixed gleichzeitig. Die ganze Halle voller Volleyballer. Heutzutage sind wir froh, wenn wir 10 Leute in der Halle sind, da wir in der Regel nur mit so 6 Leuten dastehen..
Seit etwa 1998 habe ich dann die andere Seite des Volleyballtrainings kennengelernt. Ein Lehrer kam auf mich zu und fragte, ob ich nicht Lust hätte in Sahlenburg Training für Jugendliche zu geben. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keinen Trainerschein und niemanden, der mich an der Hand führen würde. Also sprang ich ins kalte Wasser und leitete meine erste Volleyballgruppe.
Etwa 1998 ließ sich meine Trainerin schwängern. Also kam der Schwarze Peter zu Niels und mir.. Ich war auf einmal Trainer. Na ja, nicht ganz alleine. Alleine standen wir etwa 30 kleinen Terroristen gegenüber, die auf so ziemlich nichts hörten, was wir sagten und nur machten was sie wollten. Immerhin schlugen sich die Kids nicht gegenseitig. Aber Volleyball fand nicht wirklich statt.
Ein Jahr später fragte mich ein Lehrer der BBS Cuxhaven, ob ich nicht in Sahlenburg Training geben möchte. Das habe ich dann auch etwa zwei Jahre lang getan. Hm, ich weiß gar nicht mehr, warum ich dort aufgehört habe.
Etwa 2002 bin ich dann mal mit einer Freundin vom Volleyball beim Damentraining in Nordholz mit dabei gewesen. Eigentlich wollte ich nur mal schauen, wie die so ihr Training gestalten. Da sie gerade keinen Trainer hatten und so alle Damen wöchentlich abwechselnd das Training leiteten fragten sie mich, ob ich das Training leiten wolle. Ein Jahr später zerfiel die Damenmannschaft, weil zuviele erfolgreich ihr Abi bestanden hatten. Somit sind die dann studieren gegangen und waren außer Reichweite. So wurde das Nordholzer Training dann zu einem reinen Mixed-Training für Männer und Frauen.
In diesem Zeitrahmen bin ich dann aus der Herrenmannschaft des ATS Cuxhavens ausgestiegen. Mir machte es keinen Spaß mehr mit der Mannschaft. So spielte ich fortan nur noch Mixed in Nordholz. Zusammen mit einigen Damen, die ich in deren Damenmannschaft trainierte. Das Niveau war zwar nicht so toll, aber dafür machte mir das Zusammenkommen mit den Spielern bei den Punktspielen wieder endlich Spaß.
2004 auf einem Volleyballturnier in Otterndorf sprach mich dann ein Trainer draußen vor der Halle an, als wir alle gerade Spielpause hatten: "Das Du Mixed spielst ist doch Verschwendung. Warum spielst Du in keiner Herrenmannschaft?" - "Mit den Herren in Cuxhaven komme ich nicht zurecht und sonst gibt es keine weitere Mannschaft." - "Spiel doch bei uns. Ich würde Dich auch immer hin- und zurückfahren." - "In welcher Liga spielt Ihr denn?" - "Oberliga." *schluck* Bis dahin habe ich maximal immer nur Bezirksliga gespielt. Mein Traum war es immer einmal im Leben in der Landesliga spielen zu dürfen. Deren Spieler waren sozusagen schon Götter für mich. Plötzlich meinte jemand, ich solle gleich drei Ligen höher spielen. Bis ich das erste Mal bei einem Punktspiel mit dabei war, konnte ich das nie so recht glauben. Bei meinem ersten Punktspiel zitterte ich auch richtig vor lauter Aufregung. Als ich dann in die Halle kam, machte sich gerade die Heimmannschaft warm. Alle mindestens so groß wie ich (1,90m) und alle wirklich gut spielend. Dazu 13 Spieler der Mannschaft. Das trug nicht dazu bei, dass meine Aufregung sank.
Dann begann das Spiel. Da wir nur sieben Spieler hatten durfte ich sogar gleich sofort mitspielen. Dachte, ich würde eh nur auf der Bank sitzen. Jedenfalls führten wir recht schnell 10:0 !
..und verloren den Satz 28:30. Schließlich verloren wir sogar das ganze Spiel. Warum auch immer. Eigentlich waren wir meines erachtens nach besser (blah, blah, blub). Aber die Sätze waren wohl recht knapp.
2005 mein Trainer, der mich auch immer hin- und hergefahren hat (1 Std hin und 1 Std zurück) ist nach Polen umgezogen. Er hasst Deutschland und die zurückhaltende Mentalität. Ohne Fahrer keine Oberliga mehr für mich. Ohne mich dann auch letztlich keine Oberliga für meine ehemalige Mannschaft. Zuviele Spieler hörten aus vielerlei Gründen auf. Wobei habe auch ein Angebot eines anderen Oberliga Vereins erhalten. Jedoch ohne Fahrer wiederum keine Chance Abends zurück zu kommen. Echt schade. Die Oberliga hat echt Spaß gemacht.
So spiele ich wieder nur Mixed mit meiner Nordholzer Mannschaft, die ich auch traniere - Dabei hasse ich es Spielertrainer zu sein.. In unserer Mixed Liga darf man als Herr auch nur mitspielen, wenn man keinen Spielerpass hat. Also hätte ich Oberliga gespielt, hätte ich auch gar nicht bei der Mixed mitdaddeln können. Habe immer noch nicht so recht verstanden warum man mit Spielerpass nicht mitspielen darf. Wohl, weil man Angst hat, dass die guten Herren sonst zu doll draufhauen könnten im Angriff. Sicher bin ich mir dabei allerdings nicht, ob es deswegen ist.
Bundeswehr:
Dort war ich 10 Monate. Nachdem ich mir mein Abi versaut hatte, habe ich mich halt früher für den Grundwehrdienst gemeldet. Also rief ich beim Kreiswehrersatzamt an. Der freute sich und meinte, dass ich einen hervorragenden schriftlichen Test dort gemacht hätte: "Ich habe nie einen schriftlichen Test bei Ihnen gemacht!" - "Doch, doch. Hier steht es doch. - Wenn Sie wollen, können Sie also Sanitäter machen. Das ist in der Regel sehr beliebt."
Jedoch sollte ich dazu gleich eine Woche später gezogen werden. Allerdings waren gerade meine Knie durch übermäßiges Joggen völlig kaputt "Jumpers knee". Wollte also doch noch mindestens einen Monat warten. Daraus wurden zwei.
Aber wenigstens konnte ich durch die Bundeswehr die Chance nutzen endlich mal aus Cuxhaven herauszukommen. Dazu konnte ich mir am Telefon aussuchen, wohin ich versetzt werden wollte: "Völlig egal, Hauptsache nicht zum Heer!"
So sollte ich also auf irgendeinen Luftwaffenstützpunkt kommen, von dessen Ort ich nie zuvor auch nur gehört hatte.
Einige Wochen später kam dann der Einberufungsbefehl. Ich sollte die ersten zwei Monate für die Gurndausbildung nach Hamburg Fischbeck (100 km von Cuxhaven). Dort sollte ich als Panzergrenadier ausgebildet werden.... .
Danach sollte ich die restlichen acht Monate in Altenwalde (7 km von Cuxhaven entfernt) abarbeiten. So rief ich wieder beim Kreiswehrersatzamt an, dass ich doch möglichst weit weg von Cuxhaven stationiert werden wollte. Doch er konnte oder wollte nichts mehr machen. Ein halbes Jahr später lernte ich jemanden kennen, der in Holland stationiert wurde. Der Glückspilz.
Die Grundausbildung war schlimm. Ich war permanent müde und noch hungriger als sonst. Aber vor allem immer müde. Am Wochenende als ich mal nach Cuxhaven fuhr (das Zugticket für die Heimfahrt stellt die Bundeswehr!) setzte ich mich am Bahnhof auf meinen Motorroller und musste das Visier während der Fahrt offen lassen. Ich hatte Angst, dass ich Sekundenschlaf erleide und einen Unfall bauen würde.... .
Schon auf dem Gymnasium war es so, dass wenn jemand sein Pausenbrot nicht mochte, dann gab er es gleich wortlos mir. Ich nahm immer alles essbare. Bei der Bundeswehr war es genauso. Beim Mittagessen reichte mir das Essen selten und so aß ich noch die Reste meiner Kameraden auf. Beim Biwak (draußen zelten in einer Gefechtssituation) natürlich das gleiche. Hihi, erinnere mich noch, wie Äpfel und sonstige Lebensmittel gleich in meine Richtung geworfen wurden, als wir unter Bäumen sitzend unsere Mahlzeiten einnahmen.
Gut und schlecht war, dass wir an unsere Leistungsgrenzen gebracht wurden. Diese lagen erheblich höher, als ich je für möglich gehalten hätte. Bevor der Mensch vor Ersschöpfung tot umfällt muss schon einiges vorher passiert sein. Außerdem gewöhnt sich der Körper an die Strapazen. Unter meinen Füßen hatte ich soviel Hornhaut, dass ich vor allem auf meinen großen Zehen mit einer Nadel hätte draufstechen können, ohne etwas davon zu merken. War schon etwas beängstigend.
Der 30 km Leistungsmarsch bei weit über 30 Grad und 10 kg Gepäck plus 3 Liter Wasser kam mir wie eine Erholung vor. Der Teufel steckt bei der Bundeswehr nur im Detail. Es ist nicht schlimm 30 km zu marschieren. Wäre es aber, wenn man es im Gleichschritt tun müsste. Wir hatten es einmal, dass die Kleinsten unter uns die Gruppe von 30 Mann anführten. Die Schritte waren klein und schnell. Dachte ich sterbe. Da kamen mir sogar 3 km vor wie ein Höllentripp. Bei den 30 km jedoch konnte man die Geschwindigkeit selbst wählen. Meiner Erfahrung nach ist es am besten abwechselnd zu joggen und zu gehen. Das Joggen entspannt den Körper!
Ansonsten habe ich in der Zeit meiner zweimonatigen Grundausbildung sogar Tagebuch geschrieben. Wurden etwa 100 handschriftliche DIN-A4 Seiten, die in Word 15 Seiten ergaben... . Viele Strapazen, die ich darin lese, habe ich in meinem Gehirn schon längst wieder vergessen. Toll, dass mich mein Tagebuch daran erinnert. Nicht dass ich am Ende wie die meisten ehemaligen Bundeswehrleute noch sagen: "War doch eigentlich alles recht locker." - Die Zeit nach der Grundausbildung sicherlich. Die Grundausbildung jedoch nicht. Man, war ich froh, dass die zu meiner Zeit nur zwei und nicht wie jetzt wieder drei Monate dauerte.
Schule:
Studiere zur Zeit Informatik an der Fachhochschule Bremerhaven. Die Hochschule hat nur etwa 2000 Studenten, wovon aber selten alle am selben Tag anwesend sein dürften. Am besten finde ich, dass es dort keine mündlichen Noten wie in der sonstigen Schule mehr gibt. Außer man muss ein Referat halten. Dazu finde ich toll, dass es keine Anwesenheitspflicht gibt.
In der Schule haben mir viel zu viele Lehrer meine Zeit damit gestohlen, dass sie 90 Minuten über ihr letztes Wochenende, ihre Yacht oder sonstiges schulisch Unrelevantes geredet haben. Professoren tun derartiges auch, aber nun muss ich es mir nicht mehr antun. Studieren ist toll!
Dachte ich vorher, dass in der Hochschule nur Frontalunterricht stattfinden würde, wurde ich positiv überrascht: Die Leher (Professoren) gehen teilweise sogar auf Fragen ein oder sind sogar froh, wenn sich die Schüler (Studenten) beteiligen. Allerdings im dritten Semester gab es scheinbar nur noch Profs, die Frontalunterricht machten und gar nicht auf Fragen eingehen... . Aber das bilde ich mir wohl nur ein. Jedenfalls war das dritte Semester sehr frustrierend. Ich kenne keinen Studenten mehr, der noch positiv über die Hochschule spricht - ab dem 3. Semester. Die ersten beiden Semester dagegen haben wirklich sehr viel Spaß gemacht. Habe auch viel gelernt und habe mir sogar recht viel zusätzlich nebenbei angelesen. Zwischendurch war die Luft aber auch mal echt raus. Echt schade. Am meisten gefiel mir das Studium, wenn es keine inoffizielle Anwesenheitspflicht gab. Langweilte uns der Lehrer, dann blieben wir einfach zu Hause. Zwischendurch war ich viel zu Hause. Habe die Klausuren dennoch bestanden. Oder wie eigentlich denke, nur dadurch.
Unser Informatiker-Forum.
Zitate:
- "Die meisten bekommen eine Meinung, wie man einen Schnupfen bekommt: durch Ansteckung. " (Axel von Ambesser (1910-88), dt. Schriftsteller)
- Siehe Kinder, die einfach die Meinung ihrer Eltern übernehmen. Denn die Meinung der Eltern scheint gut begründet zu sein. Dass man auch jemanden von der anderen Seite mal fragen sollte, wie diese das Geschehen sehen, tun die Kinder meist nicht. Mit Kindern meine ich hier auch Erwachsene.
- "Ein Abend, an dem sich alle Anwesenden völlig einig sind, ist ein verlorener Abend." (Albert Einstein (1879-1955))
- Bei einer Klassenfahrt in das ehemalige Dunkeldeutschland bestätigten sich alle Anwesenden, dass es ganz toll wäre, wenn man die Todesstrafe in Deutschland wieder einführen würde. Die Stimmung war so aufgekocht, dass ich mich nicht getraut habe, mich dagegen auszusprechen.
- "Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben." (Friedrich Hebbel (1813-63), dt. Dichter)
- Wobei ein ständiges Hin und Her der Meinnung auch nicht angebracht ist (Die Fahne nach dem Wind richten). Ebenso wird es von vielen Menschen scheinbar als Schwäche angesehen, wenn man seine Meinung urplötzlich ändert.
- "Wer a sagt, der muß nicht b sagen. Er kann auch erkennen, daß a falsch war." (Bertolt Brecht (1898-1956), dt. Dramatiker u. Dichter)
- "Schule - Jenes Exil, in dem der Erwachsene das Kind solange hält, bis es imstande ist, in der Erwachsenenwelt zu leben, ohne zu stören." (Maria Montessori (1870-1952), ital. Ärztin u. Pädagogin - siehe Montessori Schulen)
- Hihi, erinnert mich stark an mein Volleyballtraining. Versuche ich doch immer die Kids zu disziplinieren. Zum Beispiel dürfen sie sich nicht gegenseitig schlagen.
- "Ich war vor allem eine abwesende Schülerin! Ich war mehr daran interessiert, mit den Surfern am Strand herumzuhängen und Zigaretten zu rauchen. Ich konnte gar nicht erwarten, daß die Schulzeit vorbei ist. Ich hatte nie einen Lehrer, der kapiert, daß der Trick darin besteht, die Kids dazu zu bringen, daß sie lernen wollen, bevor man versucht, ihnen irgendetwas beizubringen." ( Michelle Pfeiffer (*1958), amerik. Filmschauspielerin)
- Etwas, was ich z.B. gar nicht kann. Jemanden so zu motivieren, dass er das lernen will, was ich ihm beibringen kann. Gerade beim Volleyball.
- " Man soll Denken lehren, nicht Gedachtes." ( Cornelius Gurlitt (1850-1938), dt. Kunsthistoriker )
- Aber wie stellt man Zensuren in der Note dafür aus? Außerdem scheint es mir oft so, dass die Arbeitgeber in der freien Wirtschaft gar niemanden wollen, der denkt. Denn so jemand kommt schnell mit Verbesserungsvorschlägen, auch wenn er noch nicht den vollen Durchblick hat.
- " Unter Druck wird Kohle zu Diamanten. (Ich weiß, dass dieses Motto einer dänischen Privatschule ziemlich hart klingt. Aber wo kämen sonst alle die Diamanten her?" (von unbekannt)
- In meinen Augen muss es auch Druck in der Erziehung geben. Aber man darf nicht erdrückt werden.
- " Wie kommen wir dazu, die Phantasie wieder springen zu lassen? Wir müssen unser Erziehungssystem ändern. Wir müssen meines Erachtens die Inhalte extrem reduzieren, damit die jungen Leute wieder mit ihrem Denken experimentieren können." ( Hans-Peter Dürr (*1929), dt. Physiker, 1987 Alternat. Nobelpreis)
- die Umsetzung schaffen die wenigsten Lehrer. Denn dazu muss man die Schüler dazu anleiten darüber nachzudenken und nicht nur nichts zu tun. Es darf halt nicht passieren, dass die Allgemeinbildung so sehr darunter leidet, dass die Schüler am Ende nichts gelernt haben. Zum Beispiel beim Sport sehe ich, dass meine Sportler selten denken wollen. Sie wollen nur Vorgekautes übernehmen. So dass am Ende in meinen Augen nur "Affentennis" beim Volleyball heraus kommt, auch wenn es auf den ersten Blick nach Volleyball aussieht. Aber keiner kann auf plötzliche unerwartete neue Situationen reagieren, weil er das Spiel gar nicht verstanden hat, sondern nur die bisherigen Rituale, die alle Mannschaften durchführen (die Zuspieler stehen immer auf der gleichen Stelle, die Angreifer greifen immer über die gleichen Positionen an usw.)
- " Früher war die Familie eine Tankstelle, jetzt ist sie eine Garage. " ( Graham Greene (1904-91), engl. Autor ) --> Schockiert war ich, als eine meine besten Freundinnen, deren Meinung mir viel Wert ist, sagte, dass sie ihr Kind gerne mal vor dem Fernseher parke. Als Alleinerziehende Mutter sei es zu anstrengend das Kind immer um sich zu haben. Der Fernseher bietet kurze Auszeiten.
- " Viele Kinder haben schwer erziehbare Eltern." ( Jean-Jacques Rousseau (1712-78), schweizer.-frz. Schriftsteller u. Philosoph ) -->
- Umso älter man wird, desto sturer wird man. Man lässt sich von Meinungen anderer nicht mehr so schnell bis gar nicht mehr beeinflussen.
- "Wahrheit - Die Art von Irrtum, ohne welche eine bestimmte Art von lebendigen Wesen nicht leben könnte." ( Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph )
- Das sah ich bei einem Volleyballlehrgang, als zwei Teilnehmer völlig schockiert waren, als zwei Referenten eine unterschiedliche Meinung zu einer Technik hatten. Es gab sozusagen zwei Wahrheiten. Die zwei Teilnehmer waren nicht in der Lage dies zu akzeptieren oder sich die Argumente beider Referenten anzuhören und dann für sich zu entscheiden, welche Technik sie für sich übernehmen. Sie waren geradezu handlungsunfähig durch diese Verwirrtheit.
- "Phantasie muß grenzenlos sein dürfen. Denn gezähmt wäre sie keine Phantasie." ( August Everding (1928-99), dt. Theaterregisseur)
- Viel zu oft habe ich schon Brainstormings mitgemacht, bei denen jemand ausgelacht und wegen seiner Idee anschließend gehänselt wurde. Wie soll dieser Mensch wieder seine Phantasie frei äußern, wenn er Angst vor den anderen haben muss?
- "Freedom is the freedom to say that two plus two make four. If that is granted, all else follows.."
"Freiheit ist die Freiheit zu sagen, dass zwei und zwei gleich vier ist. Sobald das gewährleistet ist, ergibt sich alles andere von selbst."
(George Orwell im Buch "1984" <- zum kostenlosen runterladen [englisch])
- Als ich das Buch 1984 just for fun gelesen habe, sind mir fast die Augen ausgefallen, als ich diese Zeilen las. Erinnerte es mich doch zu sehr an meine Schulzeit. In zu vielen Klausuren wurden Schülern etwas als falsch angestrichen, was ganz klar richtig war. Teilweise kosteten dies ganze Schulnoten. Teilweise mussten wir sogar das falsche Antworten, weil wir genau wussten, dass der Lehrer genau diese "falsche" Antwort haben wollte. Am besten wurde diese Situation in der Fernsehserie "Auf schlimmer und ewig" in der Folge "Der Notenkampf" dargestellt. Und da wundern sich Lehrer, dass wie in Erfurt Schüler durchdrehen, wenn sie die Schule nicht schaffen, weil sie angeblich zu schlecht seien. Oder frei nach Orwell: Aktuell leben wir in keiner Freiheit.
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